Die wichtigsten Befehle sind in den Multifunktionsleisten bzw. im Menüband immer direkt aufzurufen. Als Beispiel schauen Sie sich in irgendeinem der Office-Programme den Start-Ribbon an: in Word finden Sie dort in der Rubrik "Schriftart" alle Formate, die häufig angewandet werden. Dazu zählen fett und kursiv, die Schriftgröße und die Schriftart, das Hervorheben und das Löschen aller manuell zugewiesenen Formate.
Die darüberhinausgehenden Befehle, die seltener genutzt werden, verbergen sich in einem Dialogfeld. Der Aufruf geschieht über einen sehr winzigen Pfeil im unteren rechten Eck einer Kategorie: dieser Pfeil heißt "Startprogramm für Dialogfelder". Auf Englisch heißt der kleine Pfeil "Dialog-Launcher", also ungefährt "Dialog-Starter".
Klicken Sie in der Kategorie "Schriftart" auf diesen kleinen Pfeil, erscheint das Dialogfeld "Schriftart". Genauso ruft der Klick auf den Pfeil bei "Absatz" das Dialogfeld für die Absatzformatierung auf. Einige dieser Dialoge sind neu gestaltet worden, andere haben das alte Aussehen beibehalten.
Leider sind gleiche Dialoge nicht in allen Office-Programmen gleich gestaltet worden. Der Dialog "Schriftart" unterscheidet sich erheblich zwischen Word und Powerpoint - obwohl beide Programme sehr ähnliche Schriftarteinstellungen haben. Ein besonderes Ärgernis ist für mich der Unterschied im Dialog "Form formatieren": Excel und Powerpoint verwenden den gleichen, Word einen anderen.
Einige Dialoge erscheinen auch nach wie vor, wenn man einen Befehl anklickt. In Word ruft der Klick auf "Verweise / Abbildungsverzeichnis" genauso direkt einen Dialog auf wie in Excel der Klick auf "Einfügen / Pivot-Table / Pivot-Table" oder in Powerpoint der Klick auf "Entwurf / Seite einrichten". Im Übrigen gibt es auch noch einige Aufgabenbereiche: die Zwischenablage oder die benutzerdefinierte Animation in Powerpoint sind Beispiele dafür.
Dialogfelder sind in der Regel so konstruiert, dass Sie zuerst einmal alle Einstellungen machen und dann das Dialogfelder schließen müssen, bevor Sie weiterarbeiten können - diese Dialoge nennt man "modal". Einige der Dialoge können aber geöffnet bleiben, während Sie im Dokument weiterarbeiten.
- Nicht weiterarbeiten können Sie z. B. bei den Word-Dialogen "Schriftart" und "Absatz", weiterarbeiten können Sie bei en geöffnetem Word-Dialog "Formatvorlagen".
- In Powerpoint können viele Dialoge geöffnet bleiben, während Sie arbeiten: "Start / Zeichnung" oder "Entwurf / Hintergrund" oder "Format / Wordart-Formate". Aber die Dialoge für Schriftart und Absatz müssen Sie auch hier erst schließen.
- Excel hingegen erlaubt das Weiterarbeiten kaum. Nur die Dialoge, die über den Ribbon "Format" für Autoformen aufgerufen werden, erlauben durchgängig das Weiterarbeiten bei geöffnetem Dialog.
Je nach Einstellung der Word-Optionen wird für den Dialog-Starter eine große oder eine kleine Information gezeigt oder gar nichts. Sie bestimmen die Anzeige der Information über:
- Office-Menü in 2007; Datei-Register in 2010
- Word-Optionen
- Häufig verwendet: Quick-Info-Format
Mit "Featurebeschreibung" ist ein großes Informationsfenster gemeint. Ohne die "Featurebeschreibung" wird nur gezeigt, welche Dialogbox sich öffnet und welcher Tastenkürzel ebenfalls zum Ziel führen würde. Lassen sich Sie sich die Quickinfo gar nicht anzeigen, bekommen Sie keine hilfreiche Information, wenn Sie auf den Pfeil zeigen.
10.02.2008